Dideldidei - ein musikalischer Stadtteil

An drei Tagen im September 2011 werden ganz viele große und kleine Leute unseren Stadtteil Altona-Nord zum Klingen und Schwingen bringen. Ob im Bäckerladen um die Ecke, beim Frisör oder im Restaurant, ob auf dem Balkon, an der Bushaltestelle oder im Park, ob im Bürgertreff, in der Kirche oder an anderen Orten, die zur Bühne werden: Schulkinder und Profis, große und kleine Sänger, Tänzer, Trommler, Gitarristen, Akkordeonspieler und Kornettbläser bringen die Musik dorthin, wo die Menschen leben und arbeiten. Altona-Nord ist ein kreativer Stadtteil mit kreativen Menschen, das haben schon unsere Projekte "1001 Kunststückchen" und "Lyrik ist nicht schwyrig" gezeigt. Hören und erleben Sie dieses Jahr mit, wie musikalisch der Stadtteil sein kann. Wir freuen uns auf viele Besucher!

Dideldidei - die Kinder der Grundschule Arnkielstraße machen Musik in Altona-Nord

In der Zeit vom 8. – 10. September 2011 trafen sich große und kleine Leute in Altona Nord um den Hamburger Stadtteil zum Klingen und Schwingen zu bringen. An 25 Orten traten Sänger und andere Musikanten auf, nicht nur große Chöre und Instrumentalmusiker, sondern auch alle Schüler der Grundschule Arnkielstraße aus den Klassenstufen 1 bis 6.

Die Musikanten des Jeki-Projektes (jedem Kind ein Instrument), aus den Klassen 4a und 4b präsentierten am Abend des 8.9. ihre Instrumente den Eltern und dem interessierten Publikum auf der Bühne des BiB – Theaters im Bürgertreff Altona Nord.

Am Freitag, den 9.9. zogen am Vormittag alle Schüler der Schule aus, um an vielen Orten im Stadtteil zu singen, zu musizieren und zu tanzen, um die „NIEs“ zurück zu holen, ein Volk, das ehemals in Altona Nord gelebt haben soll. Die „NIEs“ liebten die Harmonie, doch aufgrund der lauten Verkehrsknotenpunkte wurden die „Nies“ aus Altona Nord vertrieben. (Das ganze Märchen von den NIEs ist im Anschluss zu lesen.)

Am frühen Morgen des 9.9. wurde im Keller der Schule das Vermächtnis der „NIEs“ in einem alten verstaubten Koffer gefunden und den Kindern in der Aula vorgelesen:

Die „NIEs“ kämen zurück, wenn der Stadtteil wieder harmonische Klänge hervorbringen würde.

So machten sich die Schüler sehr motiviert auf den Weg, um mehrfach an verschiedenen Orten im Stadtteil zu musizieren. Das Kornett wurde aus dem Aula Fenster der Schule und von dem Balkon eines Schülers aus dem 10. Stockwerk seines Wohnhauses am Alsenplatz geblasen. Diese Klänge verbanden sich mit den Trommeln der Percussionspieler, die sich vor dem Flaks ( Frauenförderzentrum) versammelt hatten.

Zur gleichen Zeit spielten die Flöten und die Gitarren für die Besucher der Haspa an der Max Brauer Allee. Die Akkordeonspieler ließen ihre warmen Töne in den Ohren der Besucherinnen des Flaks am Alsenplatz erklingen um anschließend den Klienten der Saga Geschäftsstelle in der Eckernförderstraße aufzuspielen. Dort wurden sie von den Sängern der Klasse 1a abgelöst, die ihr Farbenlied präsentierten.

In der AWO (Arbeiterwohlfahrt) im Bürgertreff und in dem ASB (Arbeiter Samariter Bund) in der Pauluskirche freuten sich die Senioren über die singenden Schüler, genauso wie die Kleinsten im Spielhaus Alsenpark, dem Kinderhaus Stenvort und der Kita Krokophantsie.

Auch der Bürgersteig wurde zum Aufführungsort. Entlang der Eimsbüttelerstraße sangen und tanzten die Schüler vor der Holstenbäckerei, dem Tabakwarenladen Golabi, dem Eimsbusch-Getränkemarkt, der M+S Bäckerei, dem griechischen Gemüseladen, dem Friseur von Elling und dem Büro E9o . In der Arnkielstraße und am Alsenplatz wurde der Kiosk Bio und die Alsen Oase besungen.

Neben den geplanten Auftritten kam es auch zu spontanen Aktionen der Schüler. Es wurde an Zäunen, auf Spielplätzen, an Bushaltestellen, in einer Privatwohnung und an Straßenkreuzungen musiziert.

Nach zwei Stunden gelebter Musik im Stadtteil zogen die Schüler wieder in die Aula ein. Dort las der Schulleiter einen weiteren Brief der „NIEs“ vor, in dem sich das vertriebene Volk der „NIEs“ bei den Kindern für all die Auftritte bedankte. Als Lohn hatten sie für jeden Schüler einen Halbedelstein in den Koffer gelegt, den sie mittels ihrer Zauberkräfte in einen persönlichen Glücksstein verwandelt hatten, was bei den Schülern große Begeisterung auslöste.

Einige Schüler waren sich sogar sicher, die „NIEs“ gesehen zu haben, so auch erwachsene Musiker, die am Abend des 9.9. in der Pauluskirche in einem bemerkenswerten Chorkonzert den Stadtteil Altona Nord zum Klingen und Schwingen gebracht haben.

Beendet wurde das Musikprojekt Dideldidei am 10.9. mit dem Auftritt der Chöre Schanzonetten auf dem Spielplatz Walter Kunze Straße und den Swing Tonics im Lunapark.

Dideldidei war ein wunderbares Musikprojekt, das wieder einmal gezeigt hat, wie kreativ Schüler, Eltern und andere Bewohner des Stadtteils Altona Nord sind und wie toll es ist, wenn alle gemeinsam Musik machen.

Am Freitag den 23.9. wird es in der Aula der Grundschule Arnkielstraße ein Nachlese- Konzert geben, bei dem jede Klasse noch einmal für die anderen Schüler und Lehrer auftritt.

Dideldidei - schulische Abschlussveranstaltung in der Aula

Dideldidei-Abschluss in der Aula der Grundschule Arnkielstraße

Am Freitag, den 23.9.2011 traten noch einmal alle Klassen der Grundschule Ankielstraße intern füreinander auf.

Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer waren sehr gespannt auf die Beiträge der anderen Klassen, denn sie hatten sie ja nicht hören und sehen können, weil alle Schülergruppen zeitgleich am 9.9.2011 im Stadtteil gesungen, gespielt und getanzt hatten.

Es war eine fröhliche Gesamtschau aller Beteiligten – die Klassen traten in aufsteigender Reihenfolge auf und gaben noch einmal ihr Bestes. Das Publikum applaudierte und applaudierte zu Recht und hätte gerne Zugaben gehört – aber auch ohne diese waren 90 Minuten Dideldiedei prall gefüllt mit traditionellen Kinderliedern, Gesängen in verschiedenen Sprachen, Tanzspielen, Instrumentalbeiträgen der JeKi-Klassen, Raps und Breakdance-Elementen... – ein gelungener Abschluss unseres diesjährigen Stadtteilprojekts mit dem Bürgertreff Altona-Nord und vielen Unterstützern.

Das Märchen von den NIEs

Das Märchen von den NIEs

Vor langer Zeit, als das Wünschen noch etwas geholfen hat, gab es in der Arnkielstraße keine Schule. Es gab auch keinen Schulhof und keine Kinder, die dort zur Schule gingen. Es gab nur einen großen, grünen, dunklen Wald.

Im Arnkielstraßenwald lebten seltsame Gestalten. Das waren die NIEs. Sie waren keine Menschen und sie waren keine Tiere. Sie waren einfach nette Leute.

Wie sie aussahen, das weiß man nicht so genau, aber man weiß, dass sie gerne sangen und tanzten. Die NIEs sangen viel, denn sie hatten meistens gute Laune. Sie liebten schöne Töne und Lieder und Tänze. Kurz: Sie freuten sich über HarmoNIE.

Die Zeiten gingen in das Land und Menschen zogen in die Arnkielstraße. Sie fällten die meisten Bäume und bauten Häuser. Sie machten Lärm, wenn sie sich stritten und wenn sie sich auf der Straße etwas zuschrien. Dann kamen noch mehr Menschen und sie bauten eine S-Bahn. Die ratterte und dröhnte, wenn sie in der Nähe der Arnkielstraße vorbei fuhr. Die Menschen brachten Rasenmäher und Bohrmaschinen und andere Geräte mit, die fürchterlichen

Krach machen konnten. Die Menschen fuhren mit Autos und Mofas und Motorrädern. Die knatterten und kreischten und hupten.

Die NIEs zogen immer tiefer in den Wald, denn sie mochten diese Geräusche nicht. Das ist KakophoNIE, stöhnten sie. NIE gab es das in unserem schönen Wald! Schrecklich!

Und eines Tages war der Wald ganz verschwunden. Da verschwanden auch die NIEs, denn es gab keinen Ort mehr, an dem sie ihre Musik hören konnten. Wohin sie gegangen sind? Ja, das weiß man nicht, aber im Jahre 2011 gibt es eine Möglichkeit die NIEs in die Arnkielstraße zurückzuholen.

Nur am 9. September 2011 könnt ihr im dunklen Keller der Schule Arnkielstraße eine Truhe finden. In dieser Truhe liegt die Anleitung, wie man die NIEs zurückholen kann.

Ihr dürft alle mitmachen! Überlegt euch schon jetzt bitte mit eurer Lehrerin ein Lied oder einen Tanz oder ein Stück mit Instrumenten und studiert es bis zum 9. September gut ein. Den ganzen Rest erfahrt ihr dann aber erst am 9. September...

Liebe Schülerinnen und Schüler der Schule Arnkielstraße!

Vielen, vielen Dank für die schöne Musik, die ihr überall im Stadtteil gemacht habt! So viele Lieder, Tänze und Instrumentalstücke, oh, wie haben wir uns gefreut und wie glücklich habt ihr uns nach langer Zeit gemacht.

Wir haben uns nach sehr langer Zeit wieder nach Altona-Nord getraut, weil an vielen Plätzen so schöne Klänge zu hören waren.

Ach wie herrlich, fast wir in den alten Zeiten als es noch keine Autos, Busse, S-Bahnen, Baumaschinen und alle anderen Krachmacher gab!

Ihr habt es geschafft uns an unsere alten Wohnorte und Plätze zurückzuholen, aber wir bleiben vorerst unsichtbar.

Bestimmt hättet Ihr euch gefreut, wenn wir jetzt in eure Aula spaziert kämen und uns persönlich bedanken würden.

Aber wir sind ganz klein, so ungefähr wie Wichtel und wir haben ganz empfindliche Ohren. Es ist zu gefährlich für uns zwischen so vielen großen Menschen!

Zum Dank für eure schöne Musik haben wir für jeden von euch einen Edelstein mit unseren geheimen Zauberkräften in einen Glücksstein verwandelt. Wenn ihr ihn bei euch tragt und ganz leise seid oder vielleicht singt oder auf einem Instrument spielt, kann es sein, dass sich jemand von uns aus seinem Versteck traut und ihr wirklich einen von uns NIEs seht.

Eure Klassenlehrerinnen bekommen die Glückssteine und jeder kann sich in der Klasse einen aussuchen. Die Steine, die übrig bleiben, verlieren ihre Zauberkraft und sie sollen sie in dem Säckchen wieder in den Koffer gelegt werden, damit wir sie für andere Musikanten neu verzaubern können...

Danke noch einmal für die schöne Musik und ihr könnt sicher sein: wenn ihr in der Schule musiziert, sind wir irgendwo in der Nähe und lauschen und freuen uns...

Aktuelles

Termine für individuelle Beratungsgespräche bietet die Schulleitung nach tel. Absprache an. Vereinbaren Sie einen Termin unter 040/428-9357-40.

Bundesweiter Vorlesetag – wir machen mit!

Da oben leuchten die Sterne, da unten leuchten wir...