Kommt und spielt mit


„Darf ich mitspielen?“, das ist wohl die häufigste Frage auf dem Schulhof. Ob alte Klassenkameradinnen oder neue Schülerinnen, Kinder aus anderen Ländern mit anderem Kulturhintergrund, große Viertklässlerinnen oder Vorschulkinder – alle können zusammen spielen und tun das auch -  phantasievoll, nach vereinbarten  Regeln und mit großem Spaß! 

Wenn das nicht ein ausreichender Grund ist, das Spielen in den Mittelpunkt unseres diesjährigen Stadtteil-Mitmachprojekts im Rahmen des Welt-UNESCO-Projekttages 2018 zu stellen!  

                       In Zusammenarbeit mit dem Bürgertreff Altona-Nord laden wir

                                                  am 26.4.2018 von 15:30-18:00 Uhr

                                                  in der Grundschule Arnkielstraße

                     zu einem großen, bunten, lustigen und phantasievollen Spiele-Fest ein!

Alle kleinen und großen Leute können mitmachen oder zuschauen – wir freuen uns über große Beteiligung!  Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt!

In Klassenprojekten werden schon seit einiger Zeit Spiele aus aller Welt von früher und heute zusammengetragen, gespielt und auf ihre „Brauchbarkeit“ getestet. Jede Art von Spiel ist zugelassen, Bewegungsspiele ebenso wie Brettspiele, Spiele mit und ohne Zutaten, Spiele für zwei oder ganz viele, ganz bekannte und beliebte Spiele oder selbst erfundene...

Es gibt auf weiten Teilen des Schulgeländes für jeden etwas zu entdecken, zu erleben, mitzuspielen oder auszuprobieren! 

Lasst euch überraschen!

Zum Abschluss unseres Spiele-Projekts ist die Herstellung eines eigenen Spielebuchs als nachhaltige Dokumentation zum Gebrauch in Kitas, Schulen und entsprechenden Institutionen geplant.

Und hier noch ein kleiner pädagogischer Exkurs für alle, die gerne mehr über die Motivation zu einem Spielefest erfahren würden.

Wer spielt hat Spaß.

Gemeinsames Spielen fördert die Gewissheit, nicht einsam zu sein. Besonders prägend ist das Spielen mit Erwachsenen. Das Kind erfährt, dass jemand Zeit für es hat.

Wer spielt hat Mut.

Der Ausgang eines Spiels ist nicht vorhersehbar. Das Ausprobieren der Kinder wird gefördert.

Wer spielt hört zu.

Regelspiele fördern durch das Begreifen, Befolgen und Erinnern der Regeln die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis des Kindes. 

Wer spielt spricht.

Das Kommunizieren vor, während und nach dem Spiel fördert sowohl die sprachlichen als auch die sozialen Fähigkeiten.

Wer spielt fühlt.

Durch das Gewinnen oder auch das Verlieren lernt das Kind, seine Emotionen zu fühlen, zu verstehen und zu kontrollieren. Es erlebt, dass es in jeder neuen Spielrunde eine neue Chance bekommt. 

Wer spielt gewinnt also!

Und das bezieht sich an dieser Stelle nicht auf das eigentliche Ziel eines Spiels sondern auf den „heimlichen“ Gewinn des Spielens an sich.

Schon kleinste Kinder erschließen sich über das Spielen ihre gesamte Umwelt. Spielen ist so wichtig weil der Mensch ein lernfähiges Gehirn besitzt. Beim Spielen „flackert“ es praktisch überall im Gehirn. Mit spielerischer Aufmerksamkeit hören wir zu, beobachten gleichzeitig, lassen die Phantasie schweifen und viele Sinne sind parallel aktiv. In unseren Gehirnen werden beim Spielen Dinge miteinander verknüpft die man sonst nicht verbindet.

Neben der  impliziten Förderung verschiedener Fähigkeiten wie Sprache, Mathematik, Motorik u.a. wird die soziale und personale Kompetenz gestärkt und weiterentwickelt. Zum Gewinn zählt verbessertes Selbstvertrauen, größere Kritikfähigkeit und reflektierender Umgang mit subjektiven Interpretationen.

 

Sybille Ekrut, April 2018