Tanz über die Brücke


Aufführung des Projektes Lebenslust für Jung und Alt am 15.12.2017 im Theatersaal des Bürgertreffs Altona Nord.

Alle Leute im Land lieben ihre Brücke. Wer darüber will geh´n muss im Tanze sich dreh´n, so auch der Fuhrmann mit seinen 3 Rössern, die Mädchen und der Bursch ohne Schuh.

Aber der König fordert seine Bewohner auf, die Brücke zu zerschlagen. Doch das Volk überwindet seine Angst und gestärkt durch Zusammenhalt und Tanz retten sie ihre Brücke. 

In eleganter Spiegelpantomime tanzen Kinder und Senioren Handfläche an Handfläche nach den Klängen des Quadro Nuevo und zelebrieren so ihre Brücke, die über den Main fließt.

Petter, der Fuhrmann, legt die Zügel um seine Rösser und treibt sie mit den Klängen des Radetzky Marsches an.  Der Senior Klaus und das Mädchen Ilda springen eigenwillig und fröhlich, die Kutsche des Fuhrmanns ziehend, in die der Rollstuhl von Ursula verwandelt wird.

Mit dem Rondo alla Turca von Mozart tanzen die alten und die jungen Mädchen  Petra, Irem, Edda und Lia geschwind wie der Wind auf der Brücke um einander herum. 

Den frierenden Burschen Werner, Jannis, Alper und Horst in Lumpen und ohne Schuh, heizt der Sirtaki von Alexis Zorbas ein.  Der sich steigernde Rhythmus bringt Senioren, Kinder und Zuschauer zu körperlicher Höchstleistung beim Klatschen und Stampfen.

Auf goldenen Thronen, mit diamantenen Kronen, die Senioren und Kinder gestaltet haben, verkündet der König Werner und die Königin Renate mit ihrem Hofstaat Fatima und Jannis im eleganten Menuett bei der Feuerwerkmusik Händels den Untergang der Brücke. Das Volk zieht sich ängstlich zurück. Senioren und Kinder rücken nah zusammen, um sich zu schützen. Diese Szene berührt die Zuschauer sehr und es wird manche Träne geweint. 

Beim Tanz des wilden Twist überwindet das Volk die Angst, rettet die Brücke und feiert diesen Sieg mit einem Walzer nach den Klängen der schönen blauen Donau.  

Senioren und Kinder haben gezeigt, dass Angst und Zweifel mit Liebe, Zusammenhalt und Lebensfreude überwunden und neue Dinge geschaffen werden können, deren Realisierung unwahrscheinlich schien


Jutta Wilhelm