Theaterprojekt "Weggehen und Ankommen"


Neben „Lebenslust“ – dem ausgezeichneten Theaterprojekt mit Grundschulkindern und an Demenz erkrankten Senioren – wurde auch das Projekt „Weggehen und Ankommen“ dieses Schuljahr wieder erfolgreich mit der Unterstützung von Jutta Willhelm und unseren Kooperationspartnern – dem Bürgertreff Altona-Nord, dem Pflegeheim Stadtdomizil und der Kurt-Tucholsky-Schule – weitergeführt. 

Mit Senioren, Grundschulkindern und geflüchteten Jugendlichen begegnen sich hier Menschen unterschiedlichen Alters sowie unterschiedlicher Herkunft und Lebenserfahrung auf Augenhöhe, indem sie gemeinsam Theater spielen, im Pflegeheim Kulissen bauen und abschließend im Bürgertreff Altona-Nord ein Stück vorführen.

Das Stück „Der Traumzauberbaum“ hatte am 12. April 2019 Premiere im BiB, Bürgertreff Altona-Nord.

„Hinter der Stadt über die kleine Brücke, am anderen Ufer des Flüsschens, dort beginnt ein großer, großer Wald und wo der Wald sieben Tage tief ist, leuchtet es geheimnisvoll. Das ist der Traumzauberbaum, der von Jakob aus der 3e überzeugend gespielt wird. Die Kulissen haben Senioren und Schüler der 3a im Pflegeheim Stadtdomizil gebaut.
Unter den Ästen des Traumzauberbaums erwachen die 12 Waldbewohner und besingen den Morgen.  Senioren, Schüler und geflüchtete Jugendliche starten mit der Morgenroutine: Zähne putzen, Haare kämmen, Müsli essen. Doch es kommt zum heftigen Streit, dem viele Entschuldigungen folgen. Es werden Geschenke, ein Kuscheln, eine Entschuldigungsrakete, eine Umarmung ausgetauscht. Aber zum Ärger des Wolkengeistes reißen die Kinder die blauen Blätter vom Traumzauberbaum ab, die für Wasser und Glück auf der Erde sorgen. Zur Strafe kommt der böse Mann und bringt den Waldbewohnern Alpträume. Die lassen schnell neue blaue Blätter wachsen und zur Belohnung schenkt ihnen der Traumzauberbaum ein Blatt zur Fröhlichkeit. Aus Dankbarkeit wird der Mond besungen.

Die Schauspieler im Alter von 9 bis 65 Jahren, kommen aus verschiedenen Welten, sprechen verschiedene Sprachen, aber sind Teil einer Theaterfamilie, was allen Spaß, Sicherheit und Zuversicht gibt.“
Jutta Wilhelm.

Und auch die Kinder der Arnkielstraße schreiben über das Theaterprojekt:

„Der ganze Wald schläft und der Traumzauberbaum stellt sich vor. Der Traumzauberbaum erzählt von seiner Stimmgabel. Die Waldgeister streiten sich über diese Stimmgabel. Sie vertragen sich dann wieder und schenken sich etwas. Dann reißen sie alle blauen Blätter ab. Danach werden sie zu bösen Männern. Sie beten dann die Wolkengeister an. Die Wolkengeister lassen die blauen Blätter wieder wachsen und alle verstehen sich wieder gut. Es ist ein schönes Ende.“
Wim, Mila, Richard, 3e

„Es hat viel Spaß gemacht. Vor der Aufführung ist man sehr aufgeregt aber wenn es vorbei ist merkst man, dass es einfach nur Spaß gemacht hat. Besonders Spaß hat es gemacht, mit den Senioren zu proben. Wir haben viele Sachen ausprobiert und haben zwischendurch die einzelnen Teile geprobt. Alles hat viel Spaß gemacht.“ – Wim, 3e.
„Am Anfang des Projekts war ich noch total schüchtern, aber jetzt bin ich es nicht mehr!“
Mila, 3e.

„Es war ein tolles Erlebnis bei dieser Gruppe dabei zu sein. Dieses Theaterstück hat mich ein großes Stück verändert. Ich war vorher schüchtern, jetzt bin ich mutiger. Es hat viel Spaß gemacht!“
Richard, 3e.

Text: J. Wilhelm

Fotos: G. Sparta